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Sawadee

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Allgemeines In Thailand und anderen, buddhistisch geprägten Ländern gibt es tausende Klöster (thailändisch: Wat). Alle erfüllen eine Aufgabe in Bezug auf die Lehre Buddhas, aber auch in Bezug auf die einheimische Bevölkerung. Viele lehren, bzw. vermitteln die Lehre des "Erhabenen", andere nicht.

Für den Fall, dass Sie sich für die Lehre Buddhas oder eine Meditationstechnik interessieren, haben wir für Sie eine Auswahl (siehe weiter unten) von Möglichkeiten zusammengestellt.
Wichtig Aufenthalte in buddhistischen Klöstern können in der Regel weder "online" arrangiert noch sonstwie "gebucht" werden. Sie müssen im Kloster selbst vorsprechen und um Aufnahme ersuchen. Dies gilt selbstverständlich auch in jedem anderen, hier nicht aufgeführtem buddhistische Kloster.

Sie können sich vorgängig bei uns telefonisch informieren oder ein persönliches Gespräch vereinbaren (Nummer siehe am Ende der Seite).

Für die Richtigkeit und Gültigkeit der untenstehenden Angaben (diese können sich jederzeit ändern), kann weder der Autor noch Sawadee-Travel eine Garantie oder Haftung übernehmen.

Für einige im folgenden Text enthalten Begriffe finden Sie nähere Erläuterungen am Ende dieser Seite.

Ort + Name Beschreibung + Informationen für Studienwillige Link

Bangkok
WAT ARUN
Der "Tempel der Morgenröte" ist der älteste Tempel Bangkoks und berühmt wegen seiner fünf aufragenden Ziertürme (Prangs), deren höchster 79 m misst. Er gilt als Wahrzeichen der Stadt.

Bangkok
WAT BENHAMABOPHIT
Der zum grössten Teil aus italienischem Carrara-Marmor erbaute Tempel (1899) entstand nach alten Vorbildern, um eine umfangreiche Sammlung von Buddhastatuen aller Epochen und Stilrichtungen (darunter auch Nachbildungen) aufzunehmen.

Bangkok
WAT BOWONNIWET
Phra Sumen Road, Banglamphu
(wird oft ausgesprochen als Wat Bovornives)
Im Innenraum dieses buddhistischen Tempels (gegründet durch König Mongkut - oder Rama IV - 1824-34) sind die Wandgemälde, die das Leben des 19.Jh.s darstellen, sehenswert; hinzu kommen aussergewönlich schön gearbeitete Buddhafiguren.

Wat Bowon ist der Hauptsitz der strikten Thammayut-Sekte, die von König Mongkut (dem Begründer des Klosters) ins Leben gerufen wurde. Die Inspiration zur Gründung der Tahmmayut-Sekte erhielt Mongkut durch seinen Aufenthalt in einem Mon-Tempel, in welchem er Vinaya - oder mönchische Disziplin - lernte. Nach Abschluss seiner Studien fand er die Art, wie Vinaya in Thailand allgemein anerkannt und praktizierte wurde, als zu locker. Nach der Gründung der Sekte diente er bis zu seiner Krönung zum König (nach dem Tod seines Bruders, Rama III) als Abt von Wat Bowon. Diese königliche Verbindung ist der Grund dafür, dass die männlichen Mitglieder des Känigshauses hier traditionell ihre - meist kurze - Novizenzeit verbringen. Ausserdem führte dieser Umstand dazu, dass dieses Kloster viel Unterstützung durch Laien aus der Geld-Elite Bangkoks erfährt.

Wat Bowon ist auch der Sitz von Sangharaja (Somdet Sangkharat in Thai), dem Vorsitz des Thai-Buddhistischen Ordens und Thailands anderer buddhistischen Universität Mahamakut Rajavidyalaya.

Die mönchische Disziplin in diesem Kloster ist, wie in den meisten Thammayut-Klöstern, strikt, jedoch nicht so strikt wie in den Wats der sogenannten Wald-Klöster im Nordosten Thailands.

Viele ausländische Mönche haben sich in diesem Kloster während Jahren aufgehalten, unter anderen Phra Khantasilo, US-Amerikaner, der 1980 im Alter von 20 Jahren in Thailand als Mönch ordinierte und seitdem buddhistischer Mönch blieb.

Bis in die frühen 80er Jahre des letzten Jahrhunderts bot Wat Bowon regelmässig Metitationskurse in Englisch für Ausländer. Die steigende Beliebtheit des das Kloster umgebenden Viertels für Rucksacktouristen veranlasste das Kloster jedoch, die Kurse für Laien einzustellen. Offensichtlich lagen die Gründe zu dieser Massnahme darin, dass viele dieser Reisenden sich nicht den Klosterregeln anzupassen verstanden, sich nicht zu benehmen wussten, drogensüchtig waren oder das Kloster einzig als Billig- bzw. Gratisunterkunft benutzten.

Das Kloster publiziert ein englischspariches Buch (98 Seiten) "A Guide To Awareness". Die Schrift umfasst eine Sammlung von übersetzungen aus Vorträgen, die der Abt von Wat Bowon (The Sangharaja) über die Praxis von sati-patthana hielt. Weil das Werk vom Patron der thailändischen Nationalreligion verfasst wurde und im wesentlichen die othodoxe Hauptrichtung (direkt aus der Satipatthana Sutta übernommen) über Meditation enthält, wird diese Lehre von vielen Wats im ganzen Land akzeptiert und gebraucht. Als solche ist die Lehre stark auf Theorie ausgerichtet (inklusive ausschweifigen Diskussionen über Nama und Rupa), weniger dagegen auf Details in Bezug auf Meditationspraxis. Grundsätzlich beinhaltet die momentan in diesem Kloster gelehrte Meditation eine konservative Mischung aus Samatha- und Vipassana-Techniken. Meditation wird hier nicht als Hauptsache des mönchischen Lebens betrachtet, sondern eher als Teil einer orthodoxen, als nationales Vorbild dienende, Verhaltensgrundlage.

Wer heutzutage in Wat Bowon studieren möchte, muss zuerst einen Antrag auf die Mönchsweihe stellen. Wenn der Antrag angenommen wird, muss zunächst eine Probezeit, während welcher der Proband eine weisse Robe trägt, und danach eine Zeit als Novize absolviert werden, bevor das Gelübde abgelegt werden kann. Anträge auf temporäre Weihen werden üblicherweise abgelehnt. Die gegenwärtige Praxis sieht zwar vor, dass für Thailänder eine temporäre Weihe aus sozio-kulturellen Pflichten möglich ist, während von Ausländern, die an solche Tradtionen weder gewöhnt noch gebunden sind, erwartet wird, dass sie sich mit der Absicht weihen lassen, so lange wie möglich die Mönchsrobe zu tragen.

Bangkok
WAT PAK NAM
Thewattho Road, Phasi Charoen, Thonburi
Ein sehr grosses Kloster, in dem hunderte von Mönchen und Nonnen während der Regenzeit leben. Viele Auslän-der, vor allem Japaner, haben sich bereits hier aufgehalten. Der Meditationslehrer, Phra Khru Phawana, spricht etwas Englisch und normalerweise hält sich jemand im Kloster auf, der übersetzungen machen kann. Das Schwergewicht der gelehrten Meditation liegt in der Entwicklung von Konzentration durch Nimittas (erreichte mentale Bilder) um Janha zu erlangen. Es gibt im Kloster eine kleine Bibliothek mit Büchern in englischer Sprache.

Bangkok
WAT PHLENG (VIPASSANA)
Soi Ying Amnuay, Charan Sanitwong Road, Bangkok Noi, Thonburi
Der stellvertretende Abt dieses Klosters lehrt Vipassana-Meditation in englischer Sprache für Ausländer. Viele Menschen aus westlichen Ländern haben hier für unterschiedliche Zeitdauer gelernt, sowohl als Laien, als Mönche oder Nonnen (thai: Mae Chii). Das Kloster publiziert eine kleine Broschüre in englischer Sprache "The Beginning Object of Meditation Practice". Das Büchlein fasst die vermittelten Lehrmethoden zusammen, die grundsätzlich auf der Abhidhamma sowie Samatha- (tranqulity), Metta- (loving kindness) und Vipassana (insight)-Techniken basieren.

Dieses Kloster ist sehr geeignet für Anfänger, weil es eine gründliche Einführung in die Abidhamma und in die Meditationspraxis vermittelt. Der Tempel verfügt auch über eine kleine Bibliothek mit buddhistischer Literatur in englicher Sprache.

Die Mönchsweihe kann im Tempel arrangiert werden, es gbit keine Probezeiten und keine Auflagen über die Länge des Aufenthalts. Meditierende Mönche müssen nicht an den pindabats teilnehmen. Kutis sind üblicherweise für Laien erhältlich.

Bangkok
WAT PHO
Die grösste Klosteranlage Bangkoks (300 Mönche leben hier) wurde bereits im 16.Jh. gegründet und unter Rama I. (dem ersten König der Chakri-Dynastie) erweitert. Die 16 Tore der Umfassungsmauer werden von Dämonenfiguren (Yaks) bewacht. Das Kloster dient als Universität für buddhistische Studien. Die Hauptsehenswürdigkeit des "Tempels des grossen schlafenden Buddha" ist die 46 m lange, 5 m hohe, liegende Buddhafigur, deren Füsse mit Perlmuttintarsien verziert sind, die wiederum die 108 Zeichen darstellen, die einen wahren, wirklichen Buddha auszeichnen.

Bangkok
WAT PRHA KEO (Temple of the Emerald Buddha, Tempel des Smaragd-Buddha)
Der Tempelbereich des Königs entstand grösstenteils um 1782. Das Hauptgebäude ist der Bot, die Halle des Smaragd-Buddha, eine Figur, die 1434 (1432?) in Chiang Rai entdeckt wurde und auf Umwegen nach Bangkok gelangte. Die 70 cm hohe Figur (sie besteht in Wirklichkeit aus Jade) ist von weiteren schönen Buddhastatuen umgeben. Die goldene Pagode Phra Chedi ist das religiöse und mit ihrem makellosen Goldglanz auch das optische Zentrum des Wat Phra Keo. Das "Pantheon" Maha Prang Prasat enthält die Statuen der Könige aus der Chakri-Dynastie, in der Bibliothek werden heilige Schriften aufbewahrt. Die Statue des "Smaragd-Buddha" gilt als das dynastische und religiöse Symbol Thailands. Die Statue trägt prunkvolle Kleidungsstücke, die in aufwendigen Zeremonien dreimal jährlich gewechselt werden. Während der Regenzeit ist die Statue in eine goldene Mönchsrobe gekleidet, in der folgenden kühleren Periode in ein von Kopf bis Fuss reichendes goldenes Gewand, vor dem Monsun in einen mit Diamanten und Edelsteinen bedeckten Umhang aus Gold.

Der Bot - die Halle (oder Kapelle) des Smaragd-Buddha ist die persönliche Kapelle des thailändischen Königs und die Statue des smaragdenen Buddha gilt als das grösste Heiligtum des Königreichs.

Bangkok
WAT RAKHANG KHOSITARAM
Arun Amarin Road, Thonburi
Nur wenige Ausländer haben bisher in diesem Kloster studiert. Der Meditationslehrer, Ajaan Mahathawon (aus Ubon, im Nordosten Thailands), geniesst einen guten Ruf.

Die Lehren im Wat Rakhang basiert strikt auf der Abhidhamma mit Schwergewicht auf die Erfassung von Nama und Rupa. In diesem Kloster wird die Ansicht vertreten, dass Vipassana ohne strikte Konzentration, sonder auch durch einen dialektischen Prozess - wie z.B. durch Krishnamurti's "choiceless awareness" - erlangt werden kann.

Wer in diesem Kloster studieren möchte, sollte der thailändischen Sprache mächtig sein. Andererseits müsste ein übersetzer verpflichtet werden.

Bangkok
WAT SUTHAT
Die Tempelanlage, die unter den ersten drei Königen der Chakri-Dynastie entstand, gehört zu den grössten Bangkoks. Der Vihan (Gebetshalle) ist mit herrlichem Schnitzwerk an den Türen, Giebeln und Fensterläden geschmückt. Die Halle beherbergt eine Sammlung vergoldeter Buddhas, darunter eine riesige Statue aus dem 14./15.Jh.

Bangkok
WAT TREIMITR
Der Tempel beherbergt den Gold-Buddha, eine 3,5 m hohe, 5,5 t schwere und zu 80% aus Gold bestehende Statue. Der Buddha entstand im 13.Jh., das Gold war Jahrhunderte unter einer Gipsschicht verborgen.

Nonthaburi
(Vorort im Norden von Bangkok)
WAT CHOLAPRATHAN RANGSARIT
Pak Kret,
Nonthaburi Province
Obschon Nonthaburi nicht zu Bangkok gehört, kann man einen Unterschied zu Bangkok kaum feststellen. Die Lehrer dieses Klosters, Ajaan Panna (der Abt) und Ajaan Khao, verwenden eine modifizierte Version des Mahasi Sayadew Systems innerhalb der Satipatthana-Praxis. Gelegentlich ist jemand im Kloster, der übersetzungen vornehmen könnte. In der Regel sollte man jedoch zum voraus einen übersetzer verpflichten.

Diese Kloster dient auch als Bangkok-Hauptquartier von Mönchen aus dem Wat Suanmok (Südthailand).

Samut Prakan
WAT ASOKARAM
Amphoe Muang,
Samut Prakan Province
Die Provinzhauptstadt liegt ca. 40 km südlich von Bangkok. Das Kloster wird manchmal von ausländischen studierenden benutzt, die normalerweise in Bangkok studieren, aber hierhin ziehen, weil es viel ruhiger ist. Laien sind willkommen und können hier unabhängig praktizieren. Im Wat Askokaram gibt es im Allgemeinen keinen Einzelunterricht.

Chonburi
WAT WIWEKASOM
(WAT VIVEKASROM)
Ban Suan,
Amphoe Muang,
Chonburi Province
Das Wiwekasom Meditations Zentrum (Samnak Vipassana Wiwekasom in Thai) ist hoch angesehen für seine Mahasi Sayadew Sattipatthana Kurse, die nach den überlieferungen des Thathana Yeikta Mediation Center's in Yangon (Rangoon; Burma/Myanmar) abgehalten werden. Als solche sind die Kurse eher auf Laien denn auf Mönche oder Nonnen ausgerichtet. Die kompletten Kurse nehmen gewöhnlich zwei Monate in Anspruch, jedoch können kürzere Aufenthalte vereinbart werden. Verschiedene Mönche - darunter auch burmesische - unterrichten. Es wird auch etwas Englisch gesprochen und üblicherweise halten sich hier auch ein oder zwei Ausländer auf, die möglicherweise bei übersetzungen helfen können.

Pattaya
WAT BUNKANJANARAM
(BOONKANJANARAM)
Das Boonkanjanaram Meditation Center (oder Smnak Patibat Tham Bunkanjanaram) wurde 1963 von Leienanhängern von Ajaan Naep gegründet. Die berühmte Thailänderin, eine Laiin (1897 - 1983) studierte bei einem burmesischen Mönch und wurde ihrerseite zur Lehrerin. Ihr System war strikt an die Abhidhammalehre oder Vipassana-bhavana (Einsichtsentwicklung) geknüpft. Sie war es, die als eigentliche Begründerin der Abhidhamma-Bewegung in Thailand, welche die Analyse von Nama und Rupa so in den Vordergrund stellt, wie sie in der Abhidhamma Pitaka aufgezeichnet ist, ohne jedoch auf Samatha-Techniken aufzubauen.

Die Praxis richtet sich auf Achtsamkeit dem Körper gegenüber, was zur Erkenntnis führen soll, dass jede körperliche Veränderung auf Dukkha zurückzuführen ist. Gleichzeitig wird Nama vorsichtig unterschieden in verschiedene Citta's (Geisteszustände) und Cetasika's (geistige Eigenschaften). Alles ist auf einer intellektuellen Ebene realtiv schwierig zu verstehen. Wird jedoch das angestrebte Ziel Sabhava (direkte Erfahrung/Kenntnis der Wirklichkeit) erreicht, wird weiterführendes Verständnis erleichtert. Sabhava-Erfahrung wird dann solange geübt, bis sich diese Praxis so gefestigt hat, dass Nibbana (Nirwana) zum hauptsächlichen geisitgen Obkejt wird. In vieler Hinsicht erinnert diese Methode an Krishnamurti's "choiceless awareness", mit Ausnahme davon, dass die oben beschriebene Technik viel spezifischer ist und sich dadurch am Rande der Wissenschaftlichkeit bewegt.

Seit dem Ableben Ajaan Naep's führen ihre früheren Studenten (inklusive Mönche, Nonnen und Laien) ihre Lehrmethoden weiter. Viele Ausländer haben hier studiert. Englische übersetzung ist üblicherweise gewährleistet, weil mindestens ein Mitglied des Lehrkörpers fliessend Englisch spricht. Traditionell wird die Praxis unterstützt durch tägliche Interviews. In Bunkanjanaram ist die Vermittlung der Lehre zwischen Leherer und Student stark auf Dialoge im "Sokratischen Stil" ausgerichtet (wie im Mahasi Sayadaw System und in Krishnamurti's Dialogen - nur rigoroser als in diesen). Um aus den gelehrten Methoden das Beste zu machen, sollten sich Interessenten auf einen Aufenthalt von mindestens einem Monat einstellen. Es kann zwei oder mehr Monate in Anspruch nehmen, bevor jemand sein erstes Sabhava erfährt.

Das Zentrum publiziert zwei Bücher über Theorie und Praxis. Das eine ist die Einführung "What is Buddhism?" und das andere eine komplette Darstellung über "Vipassana Bhavana". Beide können in Bangkoks Buchläden oder im Zentrum selbst erworben werden.

Don Masang
(Suphan Buri Province)
WAT TRAI NGAAM
Ding Masang, Amphoe Muang
Der hiesige Meditationslehrer heisst Ajaan Thammatharo, der früher im Wat Chai Na in der Nakhon Si Thammarat Provinz in Südthailand gelehrt hat. Seine besondere Satipatthana-Methode dreht sich um die Wahrnehmung bestimmter körperlicher Empfindungen, die besonders während dem Gehen und bei besonderen Handbewegungen, aber auch im Sitzen, Stehen und Liegen auftreten können. Seine Methoden wurden oft kritisiert, wurden jedoch mittlerweile akzeptiert und wurden sogar in anderen Klöstern in Thailand und Malaysia populär.

In diesem Kloster sind übersetzungen oft erhältlich, weil sich hier üblicherweise ausländische Studenten aufhalten). Ansonsten können sie zum voraus arrangiert werden. Das Kloster publiziert ein Büchlein in Englisch mit dem Titel "The Manual of Insight Meditation: Practicing Clear Comprehension in Accordance with the Mahasaitpatthana Sutta".

Khlong Luang
(Pathum Thani Province; nicht weit nordnordwestlich Bangkok)
WAT PHRA THAMMAKAI
Dieses grosse Kloster vertritt das Erbe der Meditationslehre von Phra Mongkhon Thepmuni, einem Leherer des Wat Pak Nam (siehe unter Bangkok), der 1959 verschied.

Die nüchterne, moderne Architektur der Tempelgebõude (gebaut in den frühen 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts) sollen eine Umkehr zu den einfachen Fundamenten des Buddhismus symbolisieren. Tatsächlich haben die Aktivitäten in diesem Kloster, oberflächlich betrachtet, einige Gemeinsamkeiten mit anderen fundamentslistischen religiösen Bewegungen auf der Erde; unter anderem legt sie sogar Wert darauf, viele Mitglieder für die Gemeinschaft zu werben. Mindestens 1000 Laien - meist junge Menschen - besuchen das Kloster jeden Sonntag; und jeden ersten Sonntag im Monat zieht eine "tham Bun" ("sich Verdienste erwerbende")-Zeremonie zwei- bis dreitausend Menschen an.

Die Meditationslehre beginnt mit dem Gebrauch einer eingebildeten Kristallkugel als Kasina (visuelles Objekt der Konzentration). Nach und nach verlagert der Meditierende den externen Fokus-Punkt ins Zentrum des Körpers, wo der Focus zum "Uggha-Nimitta" ("Erlangen Bild") wird. Diese Nimitta wird so lange verinnerlicht, bis sie sich ausdehnt und das ganze Universum mitsamt dem "Thammakai" oder "Dem Body of Dhamma" (Buddha's spititueller Form) umfasst.

Jeden Sonntag von 09h30 - 13h30 sind Laien eingeladen, an den Meditationskursen teilzunehmen. Studien im Kloster sind nur für Mönche zugänglich - ein Zentrum für Nonnen ist geplant. Anwärter müssen die letzten fünf Jahren die acht Gebote (den Heiligen achtteiligen Pfad) ohne übertretung gelebt haben (wie festgestellt wird, ob ein Anwärter so gelebt hat, ist unbekannt). Ein zweimonatiger Spezialkurs für Männer zwischen 16 und 25 Jahren findet jeden Sommer (März - Mai) statt. Während des ersten Monates wird Meditation praktiziert und mönchisches Verhalten gelehrt. Zu Beginn des zweiten Monats wird man in Bangkoks Wat Benchamabophit zum Novizen oder Mönch geweiht. Für den Rest des Kurses lebt man in der Mönchsrobe im Wat Phra Thammakai. Sämtliche Meditationen und alle übernachtungen finden im Freien unter einem "Krot" (speziellen Sonnenschirmen mit Moskitonetzen) statt. Die "Krot" sind die einzig zugelassen (gestatteten) Unterkünfte.

Amphoe Phra Phutthabaat
SAMNAK SONG THAM KRABOK
Saraburi Province; ca. 120 km nördlich von Bangkok
Der Name des Tempels bedeutet "Opium-Pfeiffen-Höhle-Mönchs-Zentrum" und seine Hauptfunktion ist diejenige eines Entgiftungszentrum für alle Arten von süchtigen Menschen: Opium, Heroin, Crack, Kokain, Alkohol, Zigaretten.

Dies macht das Kloster zu einem eindrücklichen Aufenthalt in Bezug auf "Tanha" (Habsucht oder Verlangen), obschon der Tempel nicht an sich ein Vipassana-Tempel ist.

Gegründet wurde der Tempel von der buddhistischen Nonne Mian, das Kloster wurde ab 1959 durch Luang Phra Chamrun Panchan verwaltet. 1975 wurde Phra Chamrun der von der Philippinischen Republik gestiftete, internationale Humanitarian Award, der Magsaysay-Preis, für seine Verdienste zugespochen.

Das Entgiftingsprogramm beinhaltet eine Kombination aus Behandlung mit Kräutern, Beratung und Studium der Lehre Buddhas und soll eine Erfolgsrate von 70% aufweisen. Tausende Abhängiger (ca. 80 % Thai, 20 % Ausländer) haben bisher die Behandlung über sich ergehen lassen. Die Behandlung beginnt mit einer rigorosen, fünf Tage dauernden Behandlung, die die Einnahme einer Brechreiz erregenden Kräutermischung - bestehend aus 150 verschiedenen Kräutern - beinhaltet (diese soll den Körper von Giftstoffen reinigen); anschliessend folgen bis zu 25 Tagen Meditation, Kräutersauna und Beratung.

Alle hier lebenden Mönche - von denen ungefähr die Hälfte früher selbst Abhängige waren - helfen beim Behandlungsprogramm mit. Die Disziplin im Kloster ist sehr streng. Die Mönche nähen ihre Gewänder selbst, bauen und reparieren alle Gebäude auf der 1,5 km2 grossen Anlage selbst, essen nur eine Mahlzeit pro Tag und lehnen alle modernen Transportmittel ab. Jedes Jahr vor "Vassa" (Rückzug zur Regenzeit) gehen die hiesigen Mönche auf eine ein bis dreiwöchigen "thudong" (Wanderung in den Wäldern/Dschungel).

Die Arbeit mit den Drogenabhängigen wird als eine äusserst wirksame Meditationstechnik betrachtet. Jedoch müssen die Möche trotzdem darin bewandert sein, die Grundlagen der traditionellen "Samatha-Meditation" eigenverantwortlich vermitteln zu können.

Wer immer im Kloster Tham Krabok geweiht werden möchte, muss sich verpflichten, für mindestens drei Monate als Laie mit den Möchen zu arbeiten, danach ein Gelübte ablegen, ein Jahr als Mönch zu wirken. Nach Ablauf dieses Jahres werden Mönche vor die Entscheidung gestellt, das Kloster zu verlassen oder aber für immer zu bleiben.

Ubon Ratchathani
WAT PAA NANACHAT
Das Kloster in Beung Wai (etwas ausserhalb von Ubon Ratchathani) wurde vom US-amerikanischen Mönch Ajaan Sumedho gegründet. Ajaan Sumedho war ein Schüler des berühmten Ajaan Chaa, der seinerseits unter dem noch berühmteren Ajaan Man (1870 - 1949) studierte. Ajaan Man wird als Hauptinspirator sämtlicher Waldklöster Thailands betrachtet (beachten Sie weitere Einzehleiten über Ajaan Man unter WAT PAA UDOM SAMPHON).

Ajaan Chaa's Haupttempel und Residenz befindet sich in nahegelegenen WAT NONG PAA PHONG. Aber Ajaan Chaa ist bereits alt und konnte aufgrund von Krankheit in den letzten Jahren keine neuen Studenten mehr aufnehmen. Mittlerweile gibt es über 40 Waldklöster im Nordosten Thailands, die unter dem Einfluss von Ajaan Chaa's Lehren stehen.

Für westliche Ausländer ist WAT PAA NANACHAT ("International Forest Monastery") ein ausgezeichneter Ort um Ajaan Chaa's Methoden kennenzulernen, weil fast alle hier lebenen Mönche ausländischer Herkunft sind. Der gegenwärtige Abt, Phra Pasanno, ist Kanadier, der stellvertretende Abt ist Japaner und die Mönche sind meist europäischer Herkunft zusammen mit einigen Thais. Englisch ist die allgemein übliche Sprache unter den hier lebenden Mönchen, obschon viele fliessend Thai und sogar lokale Dialekte (eine Mischung aus Thai und Laotischer Sprache) sprechen. So gesehen ist ein Aufenthalt in diesem Kloster für Studienwillige, die Englisch sprechen, kein Problem.

Der Unterrichtsstyl in Wat Paa Nanachat und anderen, von Ajaan Chaa's beeinflussten Klöstern, setzen die ganze Lebenshaltung über Meditation, Vipassana oder anderen Aktivitäten. Laien sind als Gäste im Wat Paa Nanachat willkommen, bei Aufenthalten von mehr als 3 Tagen sind männliche Gäste sind jedoch gehalten, ihre Haare wegzuschneiden.

Diejenigen, die um die Mönchsweihe nachsuchen, müssen zuvor 4 Monate im Kloster leben, bevor ihnen die Erlaubnis zur Weihe erteilt wird. Die Klosterdisziplin ist sehr streng und alle im Kloster lebenden sind gehalten, die anfallenden Arbeiten auszuführen (was im übrigen für alle von Ajaan Chaa oder Ajaan Man beeinflussten Waldklöster gilt).

Wat Pa Nanachat vertreibt eine Anzahl kostenloser Büchlein in Englischer Sprache mit den Lehren Ajaan Chaa's. Das in Buchform erhältliche Werk von Jack Kornfield (Wheaton, Illinois: Theosophical Publishing House, 1985) enthält verschiedenen Geschichten über Ajaan Chaa und seine Lehre (Kornfield war Mönch im Wat Nong Paa Phong. Er lebt nun in San Rafael, California und lehrt Meditation in Verbindung mit Insight Meditation West).

Ban That
WAT PAA BAN THAT
Udon Thani Province
Dieses Kloster steht ebenfalls in der Tradition von Ajaan Man und wird geleitet von Ajaan Maha Bua, einem hochangesehenen, ehemaligen Schüler von Ajaan Man und wahrscheinlich derjenige, der seinem Lehrer am ähnlichsten ist. Ajaan Maha Bua spricht etwas Englisch und manchmal halten sich hier auch ausländische Mönche auf. Die Lehren Ajaan Maha Bua's beinhalten die Entwicklung der höheren Konzentrationsebenen (Samadhi), gefolgt von Vipassana.

Die mit einem Aufenthalt verbundenen Lebensumstände sind recht einfach, die geforderte Disziplin sehr strikt und von Anwärtern auf die Weihe wird erwartet, dass sie sich für mehrere Jahre verpflichten.

Sawaeng Daen Din
WAT PA KAEW-IT
Udon Thani Province
Das Kloster wird geführt von Ajaan Sing Thong, einem Schüler und Anhänger von Ajaan Maha Bua. Die Bedingungen sind dieselben wie im Wat Paa Ban That (siehe oben).

WAT PAA SUTTHAWAT
Amphoe Muang
Sakhon Nakhon Province
Wat Paa Sutthawat ist in Thailand berühmt als die gelegentliche Residenz von zwei der berühmtesten buddhistischen Möche in der Geschichte Thailands, Ajaan Man und Ajaan Fan. Ajaan Man (oft als "Ajaan Mun" ausgesprochen) Bhuridatto wurde 1870 in einem Dorf in Ubon geboren, wurde im Alter von 15 Jahren Novize und mit 22 Jahren zum Mönch geweiht. Während der meisten Zeit seines Erwachsenenlebens durchwanderte er die Wälder und Berge des Nordens und Nordostens Thailands als Thundong-Mönch, in Höhlen meditierend und unter Bäumen schlafend. In späteren Jahren, als sein Gesundheitszustand das Reisen nicht mehr zuliess, hielt er sich meistens im Wat Paa Sutthawat in Amphong Muang Sakhon Nakhon auf. Viele sagen, er sei hier gestorben, andere sagen, er sei in den Urwald gegangen, wo er 1949 gestorben sei. Ein Ajaan Man-Museum im Kloster Paa Sutthawat zeigt eine unwahrscheinlich lebensechte Wachsfigur des Mönchs sowie einige seiner Besitztümer als Mönch.

In den letzten Jahren wurde Wat Paa Sutthawat mehr und mehr zum Touristenziel als irgedein anderes Kloster. Für ausländische Interessenten ist es jedoch von geringem Interesse.

Ajaan Fan wurde in Sakhon Nakhon geboren und war einer von Ajaan Man's berühmtesten Studenten. Er gründete auf dem Berg Phu Phaan in Tham Kham eine Höhlen-Einsiedelei, wo er sich dem Studium von Vipassana widmete. Auch Wat Paa Udom Somphon, in seinem Heimatdistrik Phanna Nikhom, 37 km östlich von Amphoe Muang Sakhon Makhon gelegen, war seine Gründung. Ajaan Fan starb 1963. Ein Museum zum Andenken an sein Leben und Wirken wurde hier errichtet.

Die Bedingungen im Wat Paa Udom Somphon sing geeignet für Mönche und Langzeitstudenten, die Thai oder Laotisch sprechen.

Si Chiangmai
WAT HIN MAAK PENG
Nong Khai Province
Dieses Waldkloster ist in einer bewaldeten Gegend am Mekong gegenüber von Laos. Das Kloster ist in Nong Khai bestens bekannt wegen seiner streng auf Thudong ausgerichteten Mönche und Nonnen. Es eignet sich gut für individuelle Retreats, obschon bis heute keine Ausländer hier studierten. Deshalb sind auch übersetzungen und übersetzer in der Regel nicht erhältlich.

WAT SAENG ARUN
(PAA DAN NIWET)
Nong Khai Province
Auf halben Weg zwischen Nong Khai und Beung Kan in der Nong Khai Provinz liegt dieses Kloster nahe am Mekong. Ajaan Thai lehrt in der Tradition von Ajaan Man und ist sehr angesehen. Das Kloster ist zu empfehlen für Lanzeitstudenten, die Thai sprechen und verstehen (oder Laotisch, welches hier auch verstanden wird).

WAT CHEDI KHIRI WIHAN
(WAT PHU THOK)
Amphoe Beung Kan (nahe Ban Siwilai)
Nong Khai Province
Phu Thok ist ein riesiger Sandstein, der in der Mitte einer trockenen Ebene herausragt und vom Kloster in Anspruch genommen wird. Eine Reihe von Treppen führen auf dem Weg zum Gipel spiralförmig und durch die Steinformation zu 7 Ebenen (sie stellen die 7 Stufen der Erleuchtung dar), bestehend aus Höhlen und Gebäuden. Auch hier unterrichtete einst ein Gefolgsmann von Ajaan Man, Ajaan Juan, der dem Vernehmen nach ein ausgezeichneter Lehrer war. Ajaan Juan kam vor vielen Jahren bei einem Flugzeugabsturz ausserhalb Bangkoks ums Leben; doch das Kloster ist nach wie vor als Retreat-Zentrum beliebt.

Andere Waldklöster in Nong Khai WAT NOEN PHANAO, drei Kilometer östlich der Provinzhauptstadt, und WAT PAA KHAT, 60 km östlich können beide als ruhige, abgelegene Plätze empfohlen werden für diejenigen, die die nötige Zeit erübrigen können und der Landessprache mächtig sind. Die Klosterdisziplin ist strikt, jedoch werden die täglichen Routinearbeiten meistens jedem selbst überlassen.

Zwischen Si Chiangmai in der Nong Khai Provinz und Chiang Khan in der Loei Provinz sind eine Anzhal Höhlen- und Baumkronen-Einsiedeleien angesiedelt, in welche sich die Mönche aus dem Nordosten zu ihren Einsiedel-Aufenthalten zurückziehen. Die meisten dieser Stellen können nur zu Fuss oder mit Motorrädern erreicht werden. Interesseierte können sich in einem der beiden obenerwõhnten Klöster näher erkundigen.

Suthep
WAT U MONG
(WAT SUAN PHUTTHATHAM)
Amphoe Muang
Chiang Mai Province
Dieses grosse, ruhige Waldkloster liegt einige Kilometer ausserhalb der geschäftigen Stadt Chiang Mai. üblicherweise halten sich hier einige ausländische Mönche und Nonnen auf. Die Art der spirituellen Praxis wird meistens den Studierenden individuell überlassen, obschon ein Mönch mit Namen Phra Pannavuddho (Panyawutho) hie und da Meditationskurse in Englisch organisiert und auch für individuellen Unterricht zur Verfügung steht. Der Meditationsunterricht richtet sich nach den Lehren Ajaan Thammatharo (wie beschrieben unter WAT TRAI NGAAM). Auch Ajaan Buddhadasa hat diesen Tempel starkt beeinflusst, wie aus Kunstgegenständen, die auf dem Grundstück gefunden wurden, hervorgeht. Laien sind in WAT U MONG willkommen um ihren individuellen übungen nachzugehen.

Suthep
WAT RAM POENG (TAPHOTARAM)
Amphoe Muang
Chiang Mai Province
Satipatthana Vipassana Techniken in der Mahasi Sayadew-Tradition werden in diesem Kloster vom Abt, Ajaan Thong, geleitet. Ajaan Thong war zuvor Abt im Kloster Wat Muang Mang in Chiang Mai. Ein Senior-Mönch, Luang Phaw Banyat, assistiert mit täglichen Instruktionen. Das Kloster unterstützt gleichzeitig das "Northern Insight Meditation Center", welches sich im selben Kloster befindet und bietet 26-Tage Intensiv-Meditationskurse für Ausländer. Das Zentrum wird verwaltet vom Laien Khun Thanat, einem zweisprachigen Thai, der hier das ganze Jahr über wohnt.

Wie im burmesischen Thathana Yeikta Meditation Center in Yangon (Rangoon/Burma) bilden regelmässige Interviews einen integrierenden Bestandteil der Praxis. Gegen Ende des 26-Tage-Kurses wird die Praxis von 6 Stunden Gehen, Sitzen und Kraap_meditation pro Tag ausgedehnt auf fast Rund-um-die-Uhr Praxis, wobei der Schlaf auf maximum vier Stunden reduziert wird.

Von Laien wird verlangt, dass sie sich in weisse Roben kleiden und die acht Gebote einhalten. Ausländer können sich hier weihen lassen, müssen jedoch zuvor den Vipassana Intensivkurs absolvieren (ausser sie kommen bereits als geweihte Mönche oder Nonnen an). üblicherweise halten sich zu jeder Jahreszeit drei bis fünf ausländische Mönche oder Nonnen im Kloster auf. Unter Berücksichtigung von Thais und Ausländern, leben hier ungefähr gleichviele Nonnen wie Mönche.

Amphoe Muang
WAT MUANG MANG
Chiang Mai Province
Bevor Ajaan Thong 1964 ins Kloster Wat Ram Poeng übersiedelte, war Wat Muang Mang das Hauptzentrum für Meditations-Praxis in Chiang Mai. Vipassana-Kurse werden immer noch angeboten für diejenigen, denen der Weg nach Ram Poeng in Suthep ungelegen kommt. Ausländische Studenten werden üblicherweise ans Ram Poeng Northern Mediation Insight Meditation Center verwiesen, obschon Wat Muang Mang gelegentlich einen ausländischen Mönch beherbergt.

Pasang
WAT PHRA PHUTTHABAAT TAAK PHAA
Lamphun Province
Dieses Kloster wurde zu einem Touristenort für Thailänder, weil es einen "Fussabdruck Buddha's" (phutthabaat) und ein Gebiet beinhaltet, in dem Buddha - so wird gesagt - seine Kleidung (taak phaa) getrocknet hat. In einem der Tempelgebäude ist eine sehr lebensechte Wachsfigur von Luang Pu Phromma untergebracht, einem Mönch, der einst hier lebte. Hinter dem Haupttempel befindet sich in einem Park ein geheiligter Hügel.

Die Mönche in diesem Kloster leben in Kutis aus Lateritziegelm und praktizieren Samatha-Meditationen unter Ajaan Thirawattho. üblicherweise leben zweisprachige, ausländische Mönche hier, die bei übersetzungen für Laien behilflich sein können. Laien sind für Aufenthalte in beliebiger Länge willkommen.

WAT PHOTHARAM
Amphoe Muang
Nakhon Sawan Province
Ajaan Sobana Sayadew, ein burmesischer Mönch, lehrt in diesem Kloster Meditation mit Schwergewicht auf dem Studium von Abhidhamma - in Erinnerung an Ajaan Naep, welcher unter einem ähnlichen burmesischen System studierte. Ajaan Sobana spricht etwa Englisch. Im Kloster leben viele Nonnen.

Chaiya
WAT SUAN MOKKHABALARAM
(WAT SUANMOK)
Surat Thani Province
Phra Ajaan Buddhadasa (Thai: Phuttathat) ist Thailands berühmtester Mönch und Buddhismus-Lehrer, speziell ausserhalb von Thailand. Wegen seines "abweichenden" Glaubens war er für lange Zeit ein "Dorn im Fleisch" des orthodoxen buddhistischen Klerus, speziell während den unruhigen Zeiten, die das Land 1967-82 durchzustehen hatte. In dieser Zeit wurde er oft als Kommunist abgestempelt. In den letzten Jahren wurde er mehr und mehr anerkannt als ein progressiver, buddhistischer Denker.

Buddhadasa's Lehren sind sehr eklektisch (aus verschiedenen Quellen zusammengestellt) und sogar ökumenisch und nehmen Bezug auf anscheinend so unterschiedliche Quellen wie Zen und Islam. Eines der Schlüsselkonzepte, auf das er immer und immer wieder hinweist, ist Sunnata oder Leerheit. Realität ist Sunnata und kann nur werwirklicht werden durch "leeren Geist" ("empty mind") - so Buddhadasa auf seine "Zen-Art". Er macht auch grosse Unterschiede zwischen "Umgangssprache" (phaasaa khon in Thai, oft übersetzt als "everyday language" und "dhama language" (Phaasaa tham), von dem er der Auffassung ist, dass es eines der grössten Hindernisse zum Verständnis von dhamma sei.

Buddhadasa wurde oft kritisiert, er umschmeichle seine westlichen Verehrer nicht nur auf Kosten der Thais, sondern ebensosehr auf Kosten des ganzen Buddhismus. Sein rebellischer Sinn spricht meists jungen Menschen an, und zwar sowohl Thais als auch westliche Menschen, die gegen autoritäre Tendenzen in allen Religionen sind. Ob recht oder unrecht: fast im Alleingang hat er es verstanden, die Aufmerksamkeit wieder auf gewisse Probleme innerhalb des Thai-Buddhismus zu lenken, die lange Zeit vernachlässigt wurden (z.B. die Glaubwürdigkeit der Pitakas). Gleichzeitig inspirierte er dadurch viele Menschen aus dem Westen, den Buddhismus in Thailand zu erforschen.

In Bezug auf Meditation vertritt Buddhadasa sehr klar die Meinung, dass Samatha und Vipassana nicht als geteilte Praktiken betrachtet werden sollten. Er vertritt die Meinung, dass Panna (wisdom; Weisheit) ohne Samatha und Vipassana unmöglich ist. Er gibt dem "Natürlichen Weg" der Augenblick-zu-Augenblick-Betrachtung der Phänomene, welcher mit der Achtsamkeit auf den Atem beginnt und mit einem Verschmelzungsprozess von Jhana und Vipassana fortschreitet, den Vorzug. In diesem Sinne kann er als Mystiker bezeichnet werden.

Während der ersten 10 Tage eines jeden Monats werden Im Wat Suanmok Intensinvkurse in Meditation für interessierte Laien angeboten. Die Kurse werden von westlichen Mönchen durchgeführt. Eine kleine Gebühr wird für Verpflegung verlangt (dies ist im übrigen das einzige Kloster in Thailand, das eine feste Gebühr - oder Spende - verlangt). Die Gebühr beträgt ungefähr USD 1.60 pro Tag. Diese monatlichen Intensivkurse sind unter Reisenden von und nach Koh Samui (einer Insel in der Nähe von Surat Thani) sehr bekannt und beliebt. Viele aus dem Westen haben sich hier zu Mönchen weihen lassen. Westliche Nonnen gibt es eher wenige.

Verschiedene Bücher (in Englisch) wurden über Buddhadasa und seine Lehren veröffentlicht. Eine der letzten Publikationen ist: "Buddhadasa, A Buddhist Thinker for the Modern Times" von Peter Jackson (Bangkok: The Siam Society, 1988); es analysiert nahezu jeden Aspekt seines Lebens und seiner Ansichten. Das Buch mit dem Titel "Anapanasati: Mindfulness With Breathing" (Bangkok: Dhamma Study and Practice Group) vermittelt einen detaillierten, Schritt nach Schritt-Umriss über Suanmoks 16-stufiges Meditations-System (natürlich nehmen Buddhadasa und jeder andere, im Buch zitierte Lehrer das System nicht für sich in Anspruch, sondern verweisen darauf, dass es dasjenige des Buddha sei. Jeder nimmt die Suttas als Ausgangspunkt und interpretiert Buddha's Worte in einer Weise, die für ihn und seine Anhänger am besten zu wirken scheint).

Informationen über Buddhadasa oder das Wat Suanmok sind erhältlich bei der "Dhamma Study and Practice Group", 309/49 Muu 2, Vibhavadi Rangsit Road, Tung Song Heng, Bangkhen, Bangkok 10210 oder im Wat Cholaprathen.

WAT THAO KHOT
Amphoe Muang
Nakhon Si Thammarat Province
Ajaan Thammatharo (siehe unter Wat Trai Ngaam/Central Thailand) praktizierte und lehrte einst in diesem Kloster. Dabei benützte er das Krematiorium-Grundstück als Meditationszentrum. Seine Metitationsmethoden werden immer noch angewandt, aber leider ist praktisch nie jemand hier, der auch Englisch spricht. Das nur wenig ausserhalb der Stadt gelegene Kloster ist jedoch immer noch eine gute Retreat-Möglichkeit für alle, die in Nakhon Si Thammarat wohnen oder durch diesen Ort reisen.

WAT THAM SEUA
Amphon Muang
Krabi Province
Der hiesige, charismatische Leher, Ajaan Jamnien, studierte einst unter Ajaan Thammatharo im Wat Thao Khot. Jamnien wurde später Abt im abgelegenen Wat Sukhonthawat in Surat Thani, wo es ihm in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts gelang, als Vermittler zwischen aufständischen Kommunisten und Regierungsruppen zu vermitteln.

Heute ist er ein berühmter Lehrer, der eine Vielfalt an Vipassana-Methoden (entsprechend der Neigungen Einzelner) und auch Metta oder "loving-kindness" (eine Art bejahender Lebenshaltung) lehrt.

Das Kloster besteht aus einer Reihe von Kalksteinhöhlen, die verborgen ausserhalb der Provinzhauptstadt liegen. Die Kutis liegen in den Höhlen oder sind diesen angebaut. üblicherweise halten sich hier mehr Nonnen als Mönche auf. Bis jetzt haben sich hier nur wenige Ausländer zum Studium aufgehalten. Instruktionen in englischer Sprache sind nicht erhältlich, jedoch können hie und da übersetzer aus Krabi verpflichtet werden.


Begriffe


Abhidhamma Psychologie der Theravada-Buddhisten wie im Abhidhamma-Pitaka umrissen
Ajaan Thai für "Lehrer" (Pali: acariya)
Amphoe Muang Provinzhauptstad und Umgebung (immer derselbe Name wie die Provinz; z.B. "Amphoe Muang, Chiang Mai Provinz" meint Chiang Mai und Umgebung).
Anapanasati Atem-Bewusstsein, eine Meditations-Technik
Arahat Erleuchtete Person (nach anderen übersetzern: Heiliger, der jedoch noch nicht die volle Erleuchtung erlangt hat).
Bhikkhu Buddhistischer Mönch (verwendet vor allem im singhalesischen Sprachraum).
Bhikkhuni Buddhistische Nonne (verwendet vor allem im singhalesischen Sprachraum).
Buat Thai für "Weihe" (to ordain; sich zum Mönch oder zur Nonne weihen lassen).
Dhamma Die Gesamtheit der buddhistischen Lehre. In der Mehrzahlform bezieht sich der Ausdruck auf geistige Objekte als einer der vier Grundlagen von Achtsamkeit.
Dukkha Unbefriedigtheit, Unzufriedenheit. Der Ausdruck wird oft übersetzt mit "Leiden" oder "Schmerz", doch sind diese Ausdrücke bloss zwei von vielen "Dhukka-Aspekten".
Jhana Ein durch Samatha-Meditation (Versenkung) erreichter Zustand der Trance oder geistiger Vertiefung.
Kasina Visuelles Objekt der Samatha-Meditation.
Kuti Eine Hütte für Meditationszwecke oder als Tempelunterkunft.
Kraap Eine Niederwerfung in fünf Phasen vor respektierten Mönchen oder Buddha-Bildnissen. Wird auch in einigen Meditations-Techniken verwendet, um die Achtsamkeit auf körperliche und gefühlsmässige Abläufe zu lenken.
Mae Chii Thailändisch für buddhistische Nonne.
Mahanikal Die grössere von zwei thailändischen Mönchs-Sekten.
Nibbana Das höchste Ziel der Buddhisten; das Verschwinden/Auslöschen aller geistigen "Verirrungen".
Phansaa Vassa, oder Rückzugsort während der Regenzeit.
Phra Ehrentitel/Ehrenbezeichnung für Mönche und Buddha-Darstellungen.
Pindabat Almosen-Bittgang; Mönche gehen von Haus zu Haus für Nahrungsspenden.
Pranom Eine Respektsgeste, bei der die Handflächen in Brust- oder in Gesichtshöhe gegeneinandergehalten werden. Dieselbe Geste wird auch als "wai" bezeichnet.
Samadhi Konzentration oder "Einsgerichtetheit" (Meditation).
Samatha "Beruhigungsmeditation", die zu Ruhe und "Einsgerichtetheit" führt.
Samanera Novize
Sangha Die buddhistisch-mönchische Gemeinschaft; in einem erweiterten Sinne: die Gemeinschaft aller Buddhisten.
Satipatthana Achtsamkeits-Meditation
Sunnata Leerheit als ein wesentliches Charakteristikum von Wirklichkeit.
Suttas Die Reden des Buddha nach dem Palikanon.
Thammayut Die kleinere, asketischere der zwei buddhistischen Mönchs-Sekten Thailands.
Thudong Thai für das Paliwort dhutanga; 18 asketische Gelübde, die von Mönchen zusätzlich zu den 227 orthodoxen Gelübden abgelegt werden können.
Tripitaka Die "heiligen" Schriften der Theravada Buddhisten, d.h. der Pali-Kanon. Dieser ist in drei Pitakas oder "Körbe" geteilt. Die Suttas (Lehrreden des Buddha), die Vinaya (Mönchisches Verhalten oder Disziplin) und Abhidhamma (Kommentare zur buddhistischen Psychologie).
Triratna Die "Drei Perlen". Gemeint ist Buddha, Buddhas Lehre und Sangha, die Gemeinschaft der Mönche.
Uppajhaya Lehrer oder Mönch der den Vorsitz bei einer Weihe innehat.
Upasampada Mönchsweihe.
Uposatha Gebäude, in dem Mönchsweihen vorgenommen werden.
Vassa wie phansaa = Rückzugsort während der Regenzeit.
Vihara Gebäude, in dem wichtige Buddhadarstellungen untergebracht sind.
Vinaya Die mönchische Disziplin (das mönchische Verhalten) wie in der Vinaya Pitaka beschrieben.
Vipassana "Insight"-Meditation (Einschau in die Wirklichkeiten/Wahrheiten der Existenz).
Wat Thailändische Tempel-Klöster.


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